Die vier wichtigsten Regeln im Partnerschaftsspiel

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Wir spielen sehr gerne. Unsere spielerisch Sichtweise hat uns schon oft genützt und verschiedene Aspekte unseres Lebens erleichtert, erheitert und beschwingt. Auch unsere Partnerschaft sehen wir als Spiel: Ein sehr schönes Spiel, bei dem man vieles über sich in Bezug auf einen anderen Menschen erkennen kann. Das Partnerschaftsspiel geht ganz einfach – hier eine Spielanleitung.

Wie in einem Spiel braucht es auch für die erfüllte Partnerschaft Mitspieler, Regeln und ein Spielfeld.

Am besten spielt es sich auf einem stabilen Spielfeld. Vier Säulen als Eckpfeiler geben Stabilität und bieten einen Rahmen für die Mitspieler. Ein Spielfeld auf drei oder weniger Säulen ist wackelig – mit zwei Säulen ist es nur noch ein Drahtseilakt. Heißt: Die Partnerschaft ist bei Herausforderungen, Veränderungen oder Problemen weniger sicher. Und man kann sich einfach nicht so gut aufs Spiel konzentrieren, wenn man die ganze Zeit das Spielfeld ausbalancieren muss. Man ist kein erfolgreiches Spielerteam, wenn ein Windstoß reicht, das Spiel umzuwerfen.

Wie erschaffen wir uns ein Spielfeld? Beginnen wir mit den vier Säulen, auf denen das Spielfeld sicher steht:

1. Säule „Nummer 1“

Ihr Partner oder Ihre Partnerin ist Ihre Nummer 1. Das Wichtigste in Ihrem Leben. Er oder sie steht an erster Stelle. Ab jetzt und für immer. Wählen Sie ihn oder sie jeden Tag (wieder). Sagen Sie jeden Tag aufs Neue hundertprozentig ja zu ihm oder ihr. Es gibt keine Alternative. Ihr Partner ist genau der oder die richtige für Sie, um dieses Spiel zu spielen.

 

„Liebe ist der Entschluss, das Ganze eines Menschen zu bejahen,
die Einzelheiten mögen sein, wie sie wollen“

Otto Flake

 

2. Säule „Liebe“

Liebe ist dann spürbar, wenn sie gegeben wird. Sie erschaffen Liebe durch Ihre Deklaration, Ihre Liebeserklärung. Für Fortgeschrittene: Sagen Sie fünfmal täglich „Ich liebe Dich“ (oder öfter).

Paare, die in einer Krise stecken, fragen wir oft „Liebt Ihr Euch? Wenn es eine Pille gäbe, die Dich wieder verliebt macht, würdest Du sie nehmen?“. Denn Liebe ist wie die Sonne: manchmal ist sie hinter den Wolken, aber sie ist immer da. Wenn man sich z. B. über den anderen ärgert, fühlt man die Liebe in diesem Moment vielleicht nicht ganz so deutlich.

Liebe bedeutet, vollkommen zuzulassen, wie der andere ist, vollständig mit ihm zu sein. Liebe ist allgegenwärtig. Wenn Sie glauben, jemanden nicht zu lieben, ist dies ein Ausdruck Ihrer Unvollständigkeit mit dieser Person. Beenden Sie also jeden Streit in Liebe und Vollständigkeit. Äußern Sie Ihre Wünsche klar.

3. Säule „Vertrauen“

Wählen Sie, Ihrem Partner zu vertrauen. Damit verlassen sie den Standpunkt des Mangels und des Misstrauens. Sie brauchen sich nicht zu fragen, ob Sie Ihrem Partner vertrauen können. Das können Sie. Vertrauen ist ein Geschenk. Wählen Sie, Ihrem Partner Vertrauen zu schenken. Vielleicht brauchen Sie dazu etwas, eine bestimmte Voraussetzung? Dann stellen Sie Ihre Bedingungen, verhandeln Sie, schließen Sie Vereinbarungen und seien Sie sich dabei Ihrer Verantwortung bewusst. Sie müssen nicht „blind“ vertrauen.

 

 

„Vertrauensselig — ein schönes Wort. Vertrauen macht selig
den, der es hat, und den, der es einflößt.“

Marie von Ebner-Eschenbach

 

 

4. Säule „Respekt und Achtung“

Männer sind anders. Frauen auch. Erkennen Sie Ihren Partner für seine Andersartigkeit an. Er oder sie kann, will und wird alles für Sie beide tun; Ihr Partner handelt im Kontext von „für uns“.

Umerziehung, Bestrafung, Ignoranz und Dominanz sind Ausdruck für die gegenseitige Verachtung der Geschlechter. Sehen Sie die Andersartigkeit Ihres Partners als Bereicherung. Ihr Partner ist Ihr Mitspieler. Ergänzen Sie einander. So lösen Sie die Verachtung auf.

Seien Sie sich bewusst: Was Sie über Ihren Partner denken, hat mehr mit Ihnen zu tun, als mit Ihrem Partner. Was immer Sie über den anderen denken, Sie sind sein oder ihr Partner. Möchten Sie gemeinsam mit Ihrem Partner gewinnen? Dann sehen Sie den Menschen wieder, in den Sie sich verliebt haben, über den Sie begeistert waren. Wer war das? Das ist er/sie immer noch und kann es wieder sein.

Meist ist es diese Säule, die zuerst wegbricht: Dann ist da kein Respekt, keine Achtung mehr vor dem anderen. Und jemandem, den man nicht respektiert, schenkt man auch kein Vertrauen. Und schon hat sich das Spielfeld in einen Drahtseilakt gewandelt. Die gute Nachricht: Solange die Säule der Liebe da ist, lassen sich alle anderen Säulen gemeinsam neu erschaffen. Wir unterstützen Sie gerne in diesem Prozess.

Alle vier Säulen ergeben eine stabile Grundlage für ein Spielfeld. Wie Sie diesem Spielfeld einen sicheren Rahmen geben, erfahren Sie im Paarcoaching bei uns – übrigens nicht nur bei einer Krise, sondern auch zur Stabilisierung und Ausrichtung Ihrer erfüllten Partnerschaft.

Bildquelle: Sonar Coaching, mozZz/fotolia.com